IT-Sicherheit im KMU: Checkliste mit 10 Punkten

Monitor mit Backup-Übersicht zur Überwachung der Datensicherung

Cyberangriffe treffen längst nicht mehr nur Grossfirmen. Gerade kleinere Unternehmen sind attraktiv für Angreifer, weil dort oft niemand hauptberuflich für die IT-Sicherheit zuständig ist. Die gute Nachricht: Mit einigen klaren Grundlagen lässt sich das Risiko deutlich senken, auch ohne grosses Budget.

Diese Checkliste zeigt die 10 Punkte, die wir bei KMU in Bern, Burgdorf und dem Emmental als Erstes prüfen.

Fazit

Updates, geschützte Zugänge, getestete Backups und geschulte Mitarbeitende ergänzen sich. Keine einzelne Massnahme verhindert jeden Angriff.

IT-Sicherheits-Check im KMU mit Compu-Trade

Die 10-Punkte-Checkliste

1. Funktioniert Ihr Backup, und haben Sie die Wiederherstellung getestet?

Ein Backup ist nur so gut wie seine Wiederherstellung. Bewährt hat sich die 3-2-1-Regel: drei Kopien, auf zwei verschiedenen Medien, eine davon ausser Haus oder in der Cloud. Wichtig ist mindestens eine Kopie, die ein Angreifer nicht verschlüsseln kann.

2. Sind alle Geräte auf dem neusten Stand?

Betriebssysteme, Programme, Firewall und NAS brauchen regelmässige Updates. Geräte, für die der Hersteller keine Sicherheitsupdates mehr liefert, sollten ersetzt oder vom Netz getrennt werden.

3. Ist die Zwei-Faktor-Anmeldung aktiv?

Für E-Mail, Microsoft 365, Fernzugriff und Buchhaltung sollte eine zweite Bestätigung, etwa per App, Pflicht sein. Ein gestohlenes Passwort allein reicht dann nicht mehr.

4. Hat jede Person nur die Rechte, die sie braucht?

Mitarbeitende sollten im Alltag nicht mit Administratorrechten arbeiten. Ehemalige Mitarbeitende müssen konsequent aus allen Systemen entfernt werden.

5. Schützt eine richtig konfigurierte Firewall Ihr Netzwerk?

Prüfen Sie, ob Router und Firewall aktuell und passend konfiguriert sind. Benötigte Funktionen hängen von Netzwerk, Fernzugriff und Schutzbedarf ab; eine teurere Firewall ersetzt keine fachgerechte Konfiguration.

6. Ist das Gäste-WLAN vom Firmennetz getrennt?

Besucher, private Handys und smarte Geräte wie Kameras gehören in ein eigenes Netz, nicht in dasselbe wie Server und Buchhaltung.

7. Läuft auf allen Geräten ein aktueller Virenschutz?

Auf Windows und Mac ist ein geeignetes Schutzkonzept wichtig. Für iPhone und iPad stehen insbesondere Updates, sichere Konten, App-Berechtigungen und Phishing-Schutz im Vordergrund. Ein klassischer vollständiger Virenscan wie am PC ist dort nicht möglich.

8. Wissen Ihre Mitarbeitenden, wie Phishing aussieht?

Viele Angriffe beginnen mit einer gut gemachten E-Mail. Eine kurze, regelmässige Schulung ist eine der wirksamsten und günstigsten Schutzmassnahmen.

9. Gibt es einen Notfallplan?

Wer ruft wen an, wenn Bildschirme plötzlich eine Lösegeldforderung zeigen? Ein einseitiger Plan mit Kontaktnummern und ersten Schritten spart im Ernstfall wertvolle Stunden.

10. Erfüllen Sie die Anforderungen an den Datenschutz?

Das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG) verlangt angemessene technische und organisatorische Massnahmen zum Schutz von Personendaten. Viele der Punkte oben zahlen direkt darauf ein.

Wie viele Punkte können Sie abhaken?

Wenn Sie bei mehr als zwei Punkten unsicher sind, lohnt sich eine Überprüfung. Oft sind es kleine Anpassungen mit grosser Wirkung.

So unterstützt Compu-Trade

Compu-Trade betreut KMU, Arztpraxen und Private seit 1986, mit Apple und Windows, persönlich vor Ort oder per Fernwartung. Mit unserer IT-Sicherheitsanalyse prüfen wir Backup, Firewall, Updates und Zugänge und zeigen Ihnen verständlich, wo Handlungsbedarf besteht.

Mehr zum Thema: IT-Sicherheit für KMU und Backup & Datensicherung. Oder rufen Sie uns an: 034 411 11 33.

Fachlich überarbeitet am 17. September 2026. Weiterführende Orientierung: Bundesamt für Cybersicherheit (https://www.ncsc.admin.ch/) und EDÖB: https://www.edoeb.admin.ch/de/ki-und-datenschutz

IT-Betreuung für KMU

Häufige Fragen

Was ist die wichtigste Massnahme für KMU?

Ein getestetes Backup mit einer getrennt geschützten Kopie ist ein wichtiger Baustein. Planen und testen Sie auch die Wiederanlaufzeit: Ein Backup allein garantiert keinen unterbrechungsfreien Betrieb.

Wie oft sollte die IT-Sicherheit überprüft werden?

Legen Sie einen Prüfplan fest, der zu Ihren Risiken passt. Updates und Zugänge brauchen laufende Pflege. Grössere Prüfungen empfehlen wir regelmässig und nach wichtigen Änderungen.

Reicht ein Virenschutz nicht aus?

Nein. Virenschutz ist ein Baustein. Ohne Updates, Zwei-Faktor-Anmeldung, Backup und geschulte Mitarbeitende bleiben wichtige Lücken offen.

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